22.03.2018
Vereinfachung der Düngeverordnung

Bei den bayerischen Landwirten und Winzern sorgt die seit Juni 2017 in Kraft getretene dritte Novelle der Düngeverordnung für Ärger! Denn umfangreiche Dokumentationspflichten, umständliche Berechnungsmethoden und teilweise gegensätzliche Vorschriften lassen viele Fragen offen. Deshalb hat der MdL Dr. Leopold Herz, agrarpolitischer Sprecher der Freie Wähler Landtagsfraktion und seine Fraktionskollegen im Landwirtschaftsausschuss eine Anpassung der Verordnung gefordert.

„Wenn wir das dramatische Höfesterben im ländlichen Raum beenden möchten, muss sich die Staatsregierung in Berlin für eine Anpassung des Düngerechts einsetzen, denn mit der derzeitigen Düngeverordnung hat die Agrarpolitik den Bauern und Winzern ein bürokratisches Ei ins Nest gelegt“, sagt MdL Dr. Herz. Viele Landwirte fühlen sich von den neuen Vorschriften überfordert und von der Politik im Stich gelassen! Darüber hinaus ist in vielen Regionen noch gar nicht klar, wie die Verordnung konkret umgesetzt werden soll. MdL Dr. Herz und seine Fraktionskollegen haben deshalb gefordert, die Dokumentationspflichten zu vereinfachen und die Düngerausbringzeiten an die Erfordernisse der landwirtschaftlichen Betriebe anzupassen.

Die übrigen Landtagsfraktionen haben den Antrag abgelehnt, doch MdL Dr. Herz wird sich auch weiter für eine Anpassung der Düngeverordnung einsetzen. „Wir dürfen den Landwirten keine ‚Überbürokratisierung‘ zumuten. Bedarfsgerechte Düngepläne sind nur dort sinnvoll, wo es konkrete Probleme mit der Wassergüte gibt. Außerdem muss die zulässige Stickstoffgrenze für Grünland wieder von 170 auf 230 Kilogramm pro Hektar angehoben werden“, so MdL Dr. Herz. Auch Schleppschlauchverfahren dürfen den Bauern nicht aufgezwungen werden. Er sieht dieses Verfahren vor allem in Steillagen und in niederschlagsarmen Phasen als völlig ungeeignet. „Das kann zu Futterverschmutzung und damit zu gewaltigen Wertverlusten führen“, sagt MdL Dr. Herz.