18.04.2018
Überprüfung der Auswirkungen und Umsetzung einer bundes- und europaweiten Milchmengenreduzierung

Die europaweite Milchmengenlieferung ist momentan sechs Prozent höher als im letzten Jahr. In Deutschland liegt diese zwar niedriger, jedoch mit vier Prozent immer noch sehr hoch. Das bereitet MdL Dr. Leopold Herz, agrarpolitischer Sprecher der Freie Wähler Landtagsfraktion Sorgen, denn er befürchtet eine neue Milchkrise!

Erste Anzeichen deuten in Norddeutschland schon heute auf kommende massive Preissenkungen hin. Hier werden bereits jetzt schon nur noch unter 30 Cent pro Liter an die Landwirte ausgezahlt. Für den Monat April werden für den europäischen Markt besonders drastische Preisstürze prognostiziert. Nachdem auch in Bayern attraktive Förderprogramme für Milchviehhalter angeboten werden, ist es dem Steuerzahler nur schwer vermittelbar, wenn diese geförderten Betriebe in Existenznot geraten. Die Prognosen lassen erwarten, dass genau dies eintreten wird.

Deshalb hat MdL Dr. Herz und seine Landtagskollegen in einem Antrag die Staatsregierung aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass auf Bundes- und Europaebene überprüft wird, welche Auswirkungen eine europaweite freiwillige und/oder verpflichtende Milchmengenreduzierung hätte und wie eine entsprechende Umsetzung in Europa aussehen könnte. Leider ist der Antrag abgelehnt worden. Umso unverständlicher ist es für MdL Dr. Herz, dass nur ein paar Tage später, die Bayerische Agrarministerin die von ihm geforderte Überprüfung und Milchmengenreduzierung als notwendige Maßnahme kommuniziert und schnell solche freiwilligen Vereinbarungen fordert. Er wird sich auch weiter dafür einsetzen, dieses Problem zum Wohle der landwirtschaftlichen Familienbetriebe in den Griff zu bekommen.